Sanne Rompen-Gijsbers und Kevin Goes (NL)
Waar muren sprekenVoraussichtliche Endzeit: 16:00 Uhr
Burg. van Grunsvenplein - Spiegeltent
Die Suche nach der Identität einer vergessenen Generation.
Von Ende der 1960er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre durchlebte Heerlen eine tiefe Krise. Die Stilllegung der Bergwerke hinterließ eine Stadt auf der Suche nach sich selbst: rau, unerschrocken und ohne Identität. Doch gerade in dieser Leere entstand etwas Unerwartetes.
Anfang der 1980er Jahre erwies sich Heerlen als fruchtbarer Boden für eine neue Generation. Durch viele Einflüsse von außen und das Fehlen einer starken eigenen Identität aufgrund der Schließung der Bergwerke waren die Jugendlichen am Ende des 20. Jahrhunderts auf der Suche nach sich selbst und wussten nicht, wie sie sich ausdrücken sollten. Das führte zu einer blühenden Hip-Hop-Kultur, hartem Punk in besetzten Häusern und einer Graffiti-Szene, die in den Niederlanden ihresgleichen suchte. Die Stadt profitiert nun davon: Mit dem IBE findet in Heerlen jährlich das größte Breakdance-Event statt, und die großen Wandmalereien in der ganzen Stadt ziehen Besucher und Künstler aus aller Welt an. Doch die Geschichte, die dabei erzählt wird, ist unvollständig. In dieser Geschichte wird die Vergangenheit verherrlicht, von der Römerzeit bis zu den glorreichen Bergbaujahren, doch der fruchtbare Boden der rauen 80er- und 90er-Jahre wird verschwiegen.
Sanne Rompen-Gijsbers und Kevin Goes fragen sich im Podcast„Wo Mauern sprechen“,warum sich die Geschichte wiederholt, wie die Vergangenheit, die sie selbst erlebt haben, die Wertschätzung erhalten kann, die sie verdient, und wie das zukünftige Heerlen aus den begangenen Fehlern lernen kann. Während der Cultura Nova treten sie anhand von fünf Zitaten mit einigen Hauptakteuren dieser Podcast-Reihe ins Gespräch und gewähren einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen.