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De Leedbewakers NOODKEET Fotograaf Marinus Vroom 1 1

Hanna Zwart über NOODKEET

Während des Cultura Nova-Festivals erleben unsere Blogger das Festival hautnah. Nicht als Kritiker, sondern als Besucher, die versuchen einzufangen, was eine Aufführung oder ein Konzert auslöst.

Für diesen Blog besuchte Hanna die Aufführung „NOODKEET“ von Vis à Vis und De Leedbewakers auf dem Parkplatz des ehemaligen DSM-Büros. Eine Aufführung über die Vorbereitung auf eine Gefahr, von der niemand genau weiß, worum es sich handelt.

Lies hier ihren Erfahrungsbericht.

Mini-Panikattacke

Da sitzen wir nun, auf einer Tribüne am Rande eines unergründlichen Abgrunds dessen, was noch alles kommen wird. Mit anderen Worten: auf dem Parkplatz des ehemaligen DSM-Büros. Ich blicke auf eine gelbe Hütte mit allerlei Kleinigkeiten, die sich ein- und ausklappen lassen. Im Hintergrund das Rauschen der Stadtautobahn von Heerlen. Eine Gefahr, die in der Ferne grollt.

Ich versuche, den Mini-Panikanfall zu genießen, den ich in mir aufsteigen spüre. Ich weiß doch, dass ich bei Standorttheater immer eine existenzielle Krise bekomme… Dummkopf.

„NOODKEET“ von Vis à Vis und De Leedbewakers ist eine Art „Roos und ihre Männer“ – entschuldigt bitte schon wieder eine Anspielung auf „Villa Achterwerk“ –, aber dann auf Crack. Drei Freunde, die sich auf den Weltuntergang vorbereiten, eine Ménage à trois, bei der sich der arme Kerl vom Unabomber gewünscht hätte, dabei sein zu dürfen: Maurits van den Berg, Lisa Groothof und Len Lucieer.

Sie versuchen, sich auf die Apokalypse vorzubereiten. Denn hey, das ist es ja, was Prepper tun. Es erinnert mich auch ein bisschen an die Leute von „Ik Vertrek“: schön autark sein, Vorräte anlegen, vielleicht sogar irgendwo einen Nahrungswald anlegen. Die Realität: Sie braten Eier auf einem Bügeleisen und besingen die Gefahr, die überall lauert. Seid vorbereitet. Worauf genau, das weiß nur der Himmel. Die Gefahr lauert überall, so viel ist sicher.

Da stellt sich die Frage: Sind wir vorbereitet?

Und dann denke ich: Das sind wir nie, Baby.

HANNA CN26

Über Hanna Zwart

Hanna Zwart, zu Ihren Diensten. Ich bin 32 Jahre alt und fühle mich manchmal ein bisschen wie eine Außerirdische. Ich glaube nämlich, dass ich die einzige finnische Limburgerin in Heerlen bin. Deshalb freue ich mich sehr, dass Muovipussi (FI) – direkt von meinem Mutterschiff aus – im Spiegeltent auftritt. „Was passiert hier eigentlich?“ ist mein Lieblingsgefühl. Eine, die ich bei dieser Ausgabe von Cultura Nova zweifellos wieder spüren werde, wenn ich mir eine zeitgenössische Klangkunst-Show anschaue oder eine Standortaufführung besuche, sei es nun von jungen Künstlern oder nicht.

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